Hexenküche, Gruselwürmer, Windelschnee


Aus dem textilen Werkraum tönte ein lautes „Peng“. Ein Versuch zu Luft und Luftdruck war gerade gelungen.
Aus dem technischen Werkraum kamen die Kinder und hatten Becher mit glitschigen Würmern und in der Ecke brodelte eine rote Flüssigkeit in einem Behälter.
Das alles hat mit unserer Forscherwoche zu tun, die bereits angekündigt worden war.

Für eine Woche lang wurden in den beiden Werkräumen Forscherstationen hergerichtet. Alle Kinder der Schule sollten die Möglichkeit haben, sich für zwei Stunden auf Experimente einzulassen und Erfahrungen sammeln.

Die Themen waren aufgeteilt in Physik und Chemie und etwas Mathematik.
Die physikalischen Experimente gaben Einblicke zu den Themen Luft und Luftdruck, Magnetismus, Licht, Lichtbrechung und Lichtreflexion. Der Winkelspiegel, die Goethebrille, der Stroboskop-Effekt, die Umkehrbrille und der „Knalleffekt“ bei der Luftdruckstation lösten bei den Kindern großes Erstaunen aus.

Bei den chemischen Versuchen beschäftigten sich die Schüler/innen mit den Begriffen Säuren, Basen und selbst gemachten Indikatoren, sowie mit Superabsorbern und den Aggregatzuständen.
Die Herstellung von Gruselwürmern und Windelschnee, aber auch das Verstehen der Entstehung von Monsteraugen war für alle Schüler/innen „verlockend“.
Die Versuche mit dem Trockeneis, welches sublimiert und beim Erwärmen gleich in den gasförmigen Zustand übertritt, erinnerten beim Zuschauen ein bisschen an die „Hexenküche“.

Für jede der Stationen waren eingeschulte Tutoren, Schüler/innen der 3.
Schulstufe, welche die experimentierenden Schüler/innen bei der Durchführung der Versuche unterstützten und Antworten auf das „Warum?“ geben konnten.

Ein genauer Zeitplan gab vor, wann welche Tutoren und welche Klasse bei der Forscherwerkstatt anwesend sein sollte. Auch das laufende Herrichten für die nächste Klasse, das Waschen der Gläser, das Säubern der Arbeitsplätze darf in dieser Woche nicht unterschätzt werden.

Doch die Mühe hat sich gelohnt! Alle sind gerne gekommen, geblieben und verbrachten zwei Unterrichtsstunden mit eifrigem Tun.

Einige Kommentare der Kinder im Anschluss an diese Woche waren:
„Ich durfte die Monsteraugen erklären. Das hat mir gefallen, weil die so glitschig waren!“
„Meine Lieblingsstation war die Explosion mit den Brausetabletten!“
„Die Station mit dem bunten Taschentuch hat mir am besten gefallen!“
„Mir haben die Gruselwürmer gefallen, weil sie so bunt waren!“
„Ichdurfte den Kindern die Gruselwürmer erklären. Sie bestehen aus Wasser, Gelatine und Kalziumlaktat!“
„Am lustigsten war die Station mit der Brille, mit der man alles verkehrt sieht!“
„Mir hat es gefallen, dass ich Luft und Luftdruck-Tutor wurde!“

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